Partner

Im beantragten Projekt arbeiten die Hochschule Ravensburg-Weingarten, die iQser Technologies GmbH, die Daimler AG (Abteilung GR/PSP) und die Universität Ulm (Institut DBIS) zusammen. In den Aufgabenbereich der Hochschule Ravensburg-Weingarten fallen neben der Projektkoordination v.a. konzeptionelle Forschungsarbeiten in AP 3, 4 und 5. Mit Unterstützung des Projektpartners Universität Ulm werden zwei kooperative Promotionen durchgeführt. Die beiden Industriepartner bringen Expertise im Bereich semantischer Technologien (iQser Technologies GmbH) und Anwendungswissen (Daimler AG) ein.

Hochschule Ravensburg-Weingarten (Projektleitung)

Der Fachbereich “Wirtschaftsinformatik” der Fakultät “Elektrotechnik und Informatik” an der Hochschule Ravensburg-Weingarten ist sowohl in der Lehre als auch in der Forschung sehr aktiv. Seit dem Semester 2005/2006 wird ein völlig neu gestalteter Bachelor-Studiengang “Wirtschaftsinformatik und E-Business” angeboten, der in sieben Semestern zum Bachelor of Science führt. Ein konsekutiver Masterstudiengang sowie zwei ergänzende Bachelor- und Masterstudiengänge (WI+) für die Ausbildung von Lehrern im höheren Dienst runden das Lehrangebot ab. Neben den Lehrtätigkeiten gibt es innerhalb des Fachbereichs “Wirtschaftsinformatik” auch verschiedene Industrie- und Forschungsprojekte. Unter anderem wurde das Kompetenzzentrum E-Commerce Schwaben (KECoS) gegründet (www.kecos.net), ein unabhängiges Informations- und Beratungszentrum für klein- und mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Handwerk rund um das Themenfeld elektronischer Geschäftsverkehr in der Region Schwaben.

» Link zum Partner

Universität Ulm / Institut DBIS

Das Institut für Datenbanken und Informationssysteme (DBIS) der Universität Ulm befasst sich seit vielen Jahren sehr intensiv mit Prozess-Management-Technologien und prozessorientierten Informationssystemen, und ist eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf diesen Gebieten. Auf ein enormes Interesse sowohl seitens der Wissenschaft als auch der Praxis stößt die von DBIS entwickelte ADEPT-Technologie, die derzeit die internationale Speerspitze im Bereich “Flexible Prozess-Management-Systeme” bildet. Angeregt durch ein Forschungsprojekt Mitte der 90er Jahre mit Partnern aus dem Universitätsklinikum in Ulm entstand die ADEPT-Technologie, welche mittlerweile mehrere renommierte Unternehmen, darunter Daimler und die Unternehmensberatung KPMG, zu Projekten mit DBIS bewegt hat. Die ADEPT-Technologie erlaubt die rasche und fehlerfreie Implementierung und Anpassung von computerunterstützten Prozessen, und erlaubt es Anwendern bei Bedarf, vom geplanten Ablauf abzuweichen, etwa um auf unvorhergesehene Ausnahmen zu reagieren oder den Ablauf flexibel an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Die Arbeiten am ADEPT-Projekt wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet (u.a. Merckle-Forschungspreis, doIt-Software-Award, Manfred Paul Award und mehrere Dissertationspreise) und führten Anfang 2008 zu einer Ausgründung des Instituts – der AristaFlow GmbH, welche die ADEPT-Technologie weiterentwickelt und vermarktet. Das DBIS-Institut arbeitet bereits an der nächsten Generation von Prozess-Management-Systemen und adressiert in seinen aktuellen Forschungsprojekten u.a. Themen wie Prozessvisualisierung, Process Mining, Process Compliance, datengetriebene Prozesse, mobile Prozesse und adaptive Services.

» Link zum Partner

iQser Technologies GmbH

Die iQser Technologies GmbH ist Anbieter der iQser GIN Plattform, einer semantischen Middleware, zur Integration heterogener Datenquellen einschließlich des Internets zur semantischen Echtzeit-Analyse. Dabei setzt das Unternehmen auf hochwirksame, automatische Verfahren, die sich selbstständig der Informationslage und dem Informationsbedarf anpassen. Aus der 2002 von den beiden Firmengründern Dr. Jörg Wurzer und Christian Magnus entwickelten Idee für ein neues Paradigma im Umgang mit Informationen entstand 2004 die iQser Technologies GmbH mit Sitz in Potsdam. Von der Praxis motiviert und inspiriert entstand in acht Mannjahren Forschung und Entwicklung eine robuste, flexibel einsetzbare Middleware. Die iQser GIN Plattform erlaubt semantische Echtzeitanalysen für Risikomanagement, Marktforschung oder Lieferantenbewertung, eine dynamische Informationslogistik zur Rationalisierung und Qualitätssicherung von Prozessen sowie intelligentes Matching zur Vertriebsunterstützung, im Kundendienst oder Recruiting Prozessen.

» Link zum Partner

Daimler AG / Abteilung GR/PSP

Die Abteilung “Funktionssicherheit & E/E-Prozesse” ist Teil der Daimler AG, Forschung & Entwicklung Mercedes Benz Cars. Sie beschäftigt sich mit der Konzeption, Erstellung, Erprobung und nachhaltigen Etablierung von Prozessen für die Entwicklung und Qualitätssicherung sowie der Funktionssicherheit von Elektrik/Elektronik (E/E) Systemen innerhalb des Daimler-Konzerns. Die Schwerpunkte liegen auf dem Themenfeld der Funktionssicherheit, insbesondere auf der Operationalisierung und Bewertung von E/E-Prozessen, auf dem Einsatz von Basistechnologien für E/E-Prozesse sowie auf der Integration von E/E-Prozessen. Inhaltliche Zielsetzung ist dabei u.a. die nachhaltige Etablierung und Bereitstellung von Prozessen und zugehörigen Hilfsmitteln in den Daimler-Entwicklungsbereichen. Dabei spielen anwendergerechte Prozessportallösungen zur Unterstützung der in der Organisation verankerten Prozessgruppen eine zentrale Rolle. Hiermit sollen die Entwickler als Anwender von E/E-Prozessen ihre Rollen effektiv und effizient in ihren jeweiligen operativen Arbeitskontexten wahrnehmen können, indem Prozess- und Projektinformationen über entsprechende Prozessportale verfügbar, zugreifbar und pflegbar gemacht werden.

» Link zum Partner